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00762 - Gitarre - 1:5

00762 - Gitarre - 1:5

  • Bestellnummer: 00762
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 
  • Anzahl Bogen:  3
  • Massstab: 1 : 5
  • Länge  21 cm
  • Breite  08 cm
  • Höhe   02 cm


Zu dem Set gehören auch ein verstellbarer Notenständer, ein Stuhl und die Fußstütze.

Gitarre

Die Gitarre zählt zu den beliebtesten Musikinstrumenten. Es gibt viele unterschiedliche Ausführungen. Das vorliegende Modell zeigt eine klassische Konzertgitarre. Sie gehört zu den Saiteninstrumenten und zu den Zupfinstrumenten. Das Wort Gitarre kommt aus dem Spanischen („Guitarra“), war aber auch schon im Arabischen und Altgriechischen gebräuchlich. Die Geschichte der Gitarre ist mehrere Jahrtausende alt. Schon auf einem Relief in einem babylonischen Tempel wurde ein Instrument gespielt, das der Laute ähnelt, einer Verwandten der heutigen Gitarre. Auch auf Zeichnungen aus der Zeit der ägyptischen Pharaonen spielten Frauen gitarrenähnliche Instrumente.
Als Vorläufer der Gitarre gilt die Oud, die im 10. Jahrhundert durch die Mauren nach Spanien kam. In der Renaissance entwickelte sich aus der Oud die Laute. In Spanien entstand nach ihrem Vorbild die Vilhuela, die bereits einen flachen Resonanzkörper hatte. Veränderungen in der Musik hatten auch Konsequenzen für die Instrumente. Im Barock spielten Akkorde eine wichtige Rolle. In der Klassik wurde die Melodie wichtiger. Dementsprechend musste das Instrument angepasst werden. Das führte dazu, dass die Vilhuela bald keine Rolle mehr spielte. Im 19. Jahrhundert wurde die Besaitung der Gitarre verändert. Es wurde nun auf sechs statt fünf Saiten gespielt. Von anderen Instrumenten übernahm man die Tonlagen der Saiten. So entstand die Gitarre in der heutigen Form.
Der Aufbau einer Gitarre gliedert sich in drei Abschnitte: Resonanzkörper, Hals und Kopfplatte. Der Resonanzkörper besteht aus Boden und Zargen aus hartem Holz und einer Decke aus weichem Holz. In der Decke befindet sich das Schallloch. Auf der Decke ist neben dem Schallloch der Saitenhalter aufgeleimt, auf dem ein kleiner Steg befestigt ist. Der Hals ist bei den meisten Gitarren auf der Rückseite leicht gewölbt und hält auf der Vorderseite das Griffbrett. Es ist in Bünde unterteilt, die das Greifen der Akkorde erleichtern. Das Griffbrett besteht meistens aus hartem Holz und reicht vom Schallloch über den Hals bis hin zum Sattel zwischen Hals und Kopfplatte. Die Kopfplatte enthält die Stimmmechanik. Die Saiten werden im Saitenhalter befestigt und über Steg, Schallloch, Griffbrett und Sattel gespannt. Sie werden um die Stimmmechanik gewickelt und straff gespannt. Je straffer eine Saite gespannt ist, desto höher ist ihre Tonlage. Die Saiten bestehen meist aus Nylon. In der Regel haben sie einen Tonumfang von zwei Oktaven und eine Grundstimmung in den Tonlagen E, A, d, g, h und e1.
Neben der Konzertgitarre ist auch die Westerngitarre weit verbreitet. Sie wird mit Stahlsaiten bespannt. Konzertgitarren eigenen sich besonders gut zum Erlernen des Instruments. Ein Studie zufolge nahmen im Jahr 2015 in Deutschland etwa 120.000 Schüler Gitarrenunterricht. Damit steht die Gitarre auf der Beliebtheitsskala an zweiter Stelle nach dem Klavier. Viele bringen sich dieses Instrument auch selbst bei.
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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