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00760 - Taj Mahal - 1:1300

00760 - Taj Mahal - 1:1300

  • Bestellnummer: 00760
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 1
  • Anzahl Bogen:   6
  • Massstab: 1 : 300
  • Länge:        31 cm
  • Breite:        30 cm
  • Höhe:         20 cm

 
Taj Mahal
 
Der Taj Mahal (Tadsch Mahal) ist ein Mausoleum in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Er wurde erbaut vom Großmogul Shah Jahan im Gedenken an seine große Liebe, seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal. Begonnen wurde mit dem Bau des Taj Mahal im Jahr 1631. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist umstritten und wird auf den Zeitraum zwischen 1644 und 1654 datiert.
Das symmetrisch gebaute Mausoleum steht auf einer 100 x 100 Meter großen Marmorplattform und wird von einem 18 Hektar großen Garten umgeben, in dem sich ein großes Wasserbecken befindet. Der Baustil weist sowohl indische als auch persische Elemente auf. Die Baumaterialien wurden aus vielen Teilen Indiens und Asiens herangeschafft. Für den Transport waren über 1.000 Elefanten im Einsatz. Das Gebäude besteht komplett aus Marmor, außerdem wurden 28 verschiedene (Halb-)Edelsteinarten verwendet. Die Minarette sind leicht geneigt gebaut, damit sie bei einem Erdbeben nicht auf das Gebäude stürzen.
Um das Mausoleum Taj Mahal ranken sich zahlreiche Legenden: So soll angeblich den Handwerkern, die am Bau beteiligt waren, eine Hand abgehackt und die Architekten hingerichtet worden sein, damit niemand das Gebäude nachbauen konnte. Das ist allerdings nicht belegt. Eine andere Legende erzählt, im 19. Jahrhundert hätten britische Kolonialherren geplant, den Taj Mahal stückweise nach England zu verkaufen. Diese Geschichte beruht aber wohl eher darauf, dass andere archäologische Funde aus der Umgebung von Agra verkauft werden sollten.
Heute wird der Taj Mahal als Gebetsstätte für muslimische Bürger genutzt. Seit im Jahr 2006 eine Bombendrohung für das Gebäude einging, kann es nur noch unter massiven Sicherheitsvorkehrungen betreten werden. Durch Luftverschmutzung verfärben sich die Marmormauern des Gebäudes gelb. Um weitere Schäden zu vermeiden, wurde über dem Taj Mahal ein Flugverbot verhängt, PKW und Busse dürfen sich nur noch bis auf zwei Kilometer nähern.
Heute gilt der Taj Mahal als schönstes und bedeutendstes Bauwerk aus der Zeit der Moguln. Es hat weltweiten Ruhm erlangt. Die UNESCO ernannte es 1983 zum Weltkulturerbe. Im Jahr 2007 gelangte das Bauwerk auf eine neue Liste von sieben Weltwundern, über die im Internet
 
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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