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00705 - TITANIC - 1:200 - 136 cm

00705 - TITANIC - 1:200 - 136 cm

  • Bestellnummer: 00705
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Anzahl Bogen:  
  • Massstab: 1 : 200
  • Länge  136 cm
  • Breite  15 cm
  • Höhe    47 cm

Titanic

Die Rettungsboote und Davits können jetzt detailgetreu als einzelne Bauteile gebaut werden (oder alternativ wie bisher in vereinfachter Kastenform).
Das ganze Schiff gewinnt dadurch entscheidend an Eleganz.
Ein Grund, sich mal wieder mit dem berühmten Dampfer zu befassen.
Die Titanic - das Schiff der Träume - Gechichte
 
Die Titanic war zu ihrer Zeit das größte Passagierschiff und mit der luxuriösesten Ausstattung gebaut. Ihre Technik hatte einen Stand, der bis dahin unbekannt gewesen war. Sie hatte über die ganze Länge einen doppelten Schiffsboden und war durch Trennwände in 16 wasserdichte Bereiche gegliedert. Man hielt sie deshalb für unsinkbar. Den Passagieren der ersten Klasse standen neben sehr vornehmen Zimmern ein türkisches Bad, ein Hallenschwimmbad, ein Gymnastikraum, Lese- und Schreibsäle, Rauchzimmer, Veranden und Palmengarten, vier elektrische Fahrstühle, Restaurants und Cafes zur Verfügung. Die Passagiere der zweiten Klasse kamen in den Genuss einer eigenen Bibliothek. Auf dem Bootsdeck gab es Promenaden für die erste Klasse und die Offiziere, aber eben nicht genügend Rettungsboote. Am 31. Mai 1911 lief die Titanic vom Stapel. Am Morgen des 10. April 1912 legte sie in Southhampton mit 2.206 Menschen an Bord zu ihrer ersten Fahrt nach New York ab. Die ersten Tage der Atlantiküberquerung verliefen angenehm. Bei ruhiger See genossen die Menschen an Bord die Reise auf dem Luxusschiff. Am Sonntag, dem 14. April kamen die ersten Eis-Meldungen und Eisberg-Warnungen, die aber niemand an Bord wirklich ernst nahm. Die Reise wurde mit unverminderter Fahrt fortgesetzt. Um 23.40 Uhr meldete der Mastausguck steuerbord voraus einen Eisberg. Der wachhabende Offizier reagierte sofort und befahl: „Ruder hart Backbord. Backbordmaschine volle Kraft zurück.” Der Bug des Schiffs drehte am Eisberg vorbei, aber eine scharfe Kante des Eisbergs schnitt die vordere Steuerbordseite des Rumpfs unterhalb der Wasserlinie auf einer Länge von 90 m auf. Zu dieser Zeit waren die meisten Passagiere in ihren Kabinen. Von dem Zusammenstoß bemerkten sie nur einen kleinen Ruck. Dann stoppten die Maschinen, starteten kurze Zeit später noch einmal, bevor sie für immer erstarben. Den Offizieren und Schiffsbauingenieuren an Bord war schnell klar, dass sich die Titanic nicht viel länger als zwei Stunden über Wasser halten würde. Sie schickten Leuchtraketen und Notrufe ab. Die Passagiere wurden aufgefordert, mit warmer Kleidung und Schwimmwesten auf dem Oberdeck zu erscheinen. Frauen und Kinder wurden in die Rettungsboote gesetzt. Es gab nur für etwa die Hälfte der Menschen an Bord Platz in einem Rettungsboot. Die Boote wurden zum Teil nur halb besetzt, weil nicht allen der Ernst der Lage klar war. Am 15. April 1912, 2.20 Uhr, ragte das Heck des Schiffs hoch aus dem Wasser. Die Titanic, die als unsinkbar gegolten hatte, zerbrach in der Mitte. Der vordere Teil verschwand in der Tiefe, während das Heck fast senkrecht aufgerichtet für eine kurze Zeit wie ein Korken auf dem Wasser stand. Schließlich glitt auch das Heck in die dunkle See. 1.502 Menschen kamen um. Die Überlebenden trieben auf der öligen See. Die Schwimmwesten hielten zwar viele über Wasser, die eisige Kälte wurde ihnen jedoch zum Verhängnis. Sie starben, bevor sie gerettet werden konnten.
 
 
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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