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82965 - Schloss Lenzburg

82965 - Schloss Lenzburg

  • Bestellnummer: 11130
  • Autor: Ulrich Steffen
  • Schwierigkeitsgrad: ab 10 J.
  • Selbständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Massstab: 1 : 300
  • Bogengrösse:  52 x 33 cm
  • Achtung Porto Korrigieren
3.-5. Schuljahr
Ulrich Steffen
Modellbogen
Massstab 1 : 300, bereit zur Montage, mit Bauanleitung und historischem Abriss
Grösse der montierten Burg ca. 48 x 26 cm
Ausgabe 1998
Farbig bedruckter und vorgestanzter Halbkarton
Bestell-Nr. 11130

Überarbetete Neuauflage erscheint demnächst
 

 
Schloss Lenzburg
 
Die ursprünglich aus dem Gasterland stammenden Lenzburger kamen 976 durch die Heirat zwischen Arnold und der Erbtochter von Graf Bero zu grossem Besitz im Aargau. Dazu gehörte auch die Lenzburg, nach der sich die Herren von nun an nannten. Die Burg dürfte zu dieser Zeit nur aus Holzbauten bestanden haben. Bauten aus Stein wurden frühstens im 11.Jh. errichtet.
 
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Im 11. und 12.Jh. stieg die Familie zu einem der mächtigsten Dynastengeschlechter der Region auf. Ulrich IV, war ein treuer Anhänger von Kaiser Barbarossa und begleitete ihn auf vielen Kriegszügen. Mit dem Tod von Ulrich IV 1173 ging der ganze Besitz an Kaiser Barbarossa über. Barbarossas Sohn Otto nahm auf der Burg Wohnsitz und nannte sich von da an Graf Otto von Lenzburg. Nach dessen Tod kamen die Kyburger in den Besitz der Burg und gründeten die Stadt Lenzburg. Danach kamen die Habsburger in deren Besitz und gaben diese zu Lehen an die Truchsess von Wolhusen, Ritter Johann von Hallwil und andere. Im 13. und 14.Jh wurde die Burg stark umgebaut und erweitert.
Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen, wurde die Burg vergeblich von den Bernern belagert. 1433 kamen die Berner durch Kauf doch noch in den Besitz der Burg. Danach diente die Burg als Verwaltungssitz und wurde mehrere Male umgebaut

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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