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310 - Airbus A 310

310 - Airbus A 310

  • Bestellnummer: 310
  • Autoren: div.
  • Schwierigkeitsgrad: ab 10 J.
  • Selbständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d, f
  • Massstab: ca. 1:146

Der Airbus A 310 ist ein hochmodernes Passagierflugzeug für den Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Die Swissair und die Deutsche Lufthansa haben veranlasst, dass es von einer europäischen Firmengemeinschaft entwickelt wurde. Unser Luftfahrtunternehmen hat insgesamt zehn dieser kostbaren Vögel bestellt und fliegt mit ihnen vor allem Städte wie Frankfurt, London, Paris, Lissabon und Athen an, dazu auch Ziele in Afrika und im Mittleren Osten.

Was ist nun so neu und aufsehenerregend an diesem Flugzeug? Vor allem sind hier einmal die Forderungen des Umweltschutzes in hohem Masse erfüllt worden; der A 310, welcher «der flüsternde Europäer» genannt wird, genügt den strengsten Lärmvorschriften für Luftfahrzeuge. Seine Strahltriebwerke erzeugen wesentlich weniger Geräusch als diejenigen aller vergleichbaren Flugzeugtypen. Ferner brauchen sie auch bedeutend weniger Kerosin und erzeugen weniger Schadstoffe.

Der neue Airbus ist nicht nur leiser und sauberer, sondern er fliegt auch billiger. Dies verdankt er vor allem seinen neuartigen Flügeln, die weniger Widerstand erzeugen. Aber solche technischen Errungenschaften fallen den Ingenieuren nicht in den Schoss; da muss jahrelang gerechnet, konstruiert und ausprobiert werden. Die Entwicklung dieses neuartigen, sogenannten «transsonischen» Flügels kostete über eine Milliarde Franken!

Auch im Innern des Luftfahrzeugs finden sich umwälzende Neuerungen. Die Pilotenkanzel ist mit Kontroll-Bildschirmen ausgerüstet, die sekundenschnell und siebenfarbig jede gewünschte Auskunft erteilen. Im Falle eines Defektes werden sogar die nötigen Massnahmen bekanntgegeben. Dazu ist der ganze Flugvorgang vom Start bis zur Landung durch die Bord-Computer derart automatisiert, dass die Piloten bedeutend entlastet worden sind; der Airbus A 310 kann deshalb von einer Zweimann-Besatzung geflogen werden.

Hier noch ein paar wichtige technische Daten, die dich sicher interessieren:

Flügelspannweite:

43,9 m

Länge:

46,7 m

Höhe:

15,8 m

Maximales Startgewicht:

132,0 t

Mittlere Reisegeschwindigkeit:

835 km/h

Anzahl Sitzplätze:

212

Frachtkapazität (voll beladen):

6,6 t

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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